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idéeplus – ein Plus für mehr Schweiz

Der Schweizer TV-Kanal idéeplus will

  • bestehende Programmangebote gesamtschweizerisch weiterverwerten
  • Brücken über die Sprachgrenzen bauen
  • die gegenseitige Wahrnehmung zwischen den Sprachregionen stärken
  • die interkulturelle Verständigung verbessern
  • den nationalen Zusammenhalt fördern

Die Schweiz driftet zunehmend auseinander: Ein kultureller Austausch zwischen den Landesteilen findet kaum statt. Wir wissen immer weniger über die jeweils andern Sprachregionen, die Bewohnerinnen und Bewohner nehmen sich wechselseitig kaum wahr, orientieren sich stärker am gleichsprachigen Ausland und wissen daher nur wenig über die andersprachigen Regionen der Schweiz. Die Medien in der Schweiz verstärken diese Entwicklung. Da nationale Medien fehlen, die landesweit rezipiert würden, wirkt sich das Mediensystem in der Schweiz segregativ und zentrifugal aus. Umso mehr, als die Medien aufgrund ihrer Selektions- und Funktionslogik sprachregionale Vorurteile und Stereotypen eher transportieren als abbauen, Unterschiede und Gegensätze zwischen den Sprachregionen eher akzentuieren als reduzieren.

Die Folgen sind umso schwerwiegender, als die interkulturelle Verständigung und Wissensvermittlung ein konstitutiver Bestandteil der nationalen Identität und der politischen Kultur der Schweiz ist – sei es als Austausch zwischen den Sprachregionen oder als erfolgreiche Eingliederung von Migrantinnen und Migranten. Den Medien kommt dabei zentrale Bedeutung zu. Denn soziale Integration ist in der modernen Demokratie ohne mediale Repräsentation nicht denkbar. Nur wenn die unterschiedlichen Kultur- und Sprachgruppen der Schweiz sowie die Migrantinnen und Migranten direkt am öffentlichen medialen Diskurs beteiligt sind, nur wenn ein kultureller Austausch zwischen den Landesteilen sowie unterschiedlichen Minderheitengruppen stattfindet, ist eine wechselseitige Wahrnehmung und damit gesamtgesellschaftliche Integration und Akkulturation möglich. Die Schweizer Medien nehmen diese Integrationsfunktion indes nur unzureichend wahr.

Angesichts dessen kommt der Aufgabe der SRG SSR idée suisse erhebliche gesellschaftliche Relevanz zu. Denn sie hat als nationale Institution den gesetzlichen Auftrag, mit ihren Programmen das Verständnis, den Zusammenhalt und den Austausch unter den Landesteilen, Sprachgemeinschaften, Kulturen, Religionen und den gesellschaftlichen Gruppierungen sowie die Integration der Ausländerinnen und Ausländer zu fördern (RTVG, Art. 24, Abs. 1 b). Dieser Anspruch ist seit rund zehn Jahren gewissermassen in der idée suisse als „Claim“ der SRG SSR kondensiert. Genau hier setzt denn auch idéeplus an: Ein nationaler TV-Kanal, der den Mehrwert des bereits bestehenden Programmangebots nutzen will, um den interkulturellen Austausch und den nationalen Zusammenhalt in der Schweiz zu stärken.

Dazu will idéeplus die von den einzelnen Unternehmens­einheiten der SRG SSR produzierten, qualitativ hochwertigen Sendungen zusätzlich nutzen und in einem neuen Kontext kostengünstig an ein neues Publikum vermitteln. Er ist als Wiederholungs- und Weiterverwertungs-Programm konzipiert, das die besten Sendungen der Schweiz überregional verbreiten will, um den gegenseitigen Austausch zwischen den Landesteilen zu fördern. Grundlegend ist dabei ein breites Verständnis von Kultur, die als probates nationales Bindemittel, als Modus des Austauschs, der Auseinandersetzung und der Verständigung in der multilingualen und multikulturellen Schweiz dient. Mittels Untertitelung oder Synchronisation (Mehrkanal-Ton) können dabei die von SF, TSR, TSI, TvR oder von anderen Veranstaltern produzierten, qualitativ hochstehenden Sendungen kosten­günstig wiederverwertet werden und über idéeplus neu ein gesamt­schweizerisches Publikum ansprechen. Damit verkörpert idéeeplus als nationaler TV-Kanal voll und ganz den Kerngedanken der grossartigen idée suisse und ermöglicht es der SRG SSR, ihren Anspruch in die Realität umzusetzen.